Tag 34 09.07.2021 Von „Naturcamping Berfhof“ nach „Lauterbach“ 29 Km

Am Morgen kommt unsere Vermieterin und meint bei dem strömenden Regen heute dürfen wir auch gerne noch eine Nacht bleiben und sie würde uns mit dem Auto mit nach Alsfeld zum Einkaufen nehmen. Wir lehnen dankend ab, obwohl wir diese Geste sehr zu schätzen wissen. Das ist wirklich mehr als nett von unseren Gastgebern – und bis jetzt hat uns diese Übernachtung am besten gefallen.

Gegen 07.30 Uhr starten wir unsere Tour – gerüstet wie zwei Ritter mit unserer „Regenrüstung“ aus Müllsäcken. Als wir am Haus von Opa (Schwieger-) Vater unserer Gastgeber vorbei kommen, eilt er im Regen heraus um sich von uns zu verabschieden und alles Gute zu wünschen Ist das nicht rührend!!!!

Wir wandern also nach Alsfeld auf sehr schönen Wegen, allerdings bei dem strömenden Regen nicht so ersichtlich. Vor einer Bäckerei genießen wir wieder Kaffe und einen „Zwetschgendatschi“. Dann geht es weiter Richtung Lauterbach.

Bei einem Bahnüberweg sind die Schranken geschlossen. Davor ist ein gelbes Kästchen worauf geschrieben steht: Schranke wird auf Anruf geöffnet. Bitte Hebel drücken! Thomas drückt den relativ massiven Metallhebel, der sich nur ca. 2 cm bewegen lässt und es passiert nichts. Also drückt er weiter, aber es passiert immer noch nichts. Er versucht es noch ein paar Mal, ohne Erfolg. So beschließen wir um die Schranke herumzulaufen. Da ertönt aus dem gelben Kästchen eine Stimme: „Wenn Sie so weiterrücken, fällt der Hebel gleich ab!“ verdutzt bleiben wir stehen und sagen entschuldigend, dass wir dachten, er wäre kaputt. Da meint der Mann am anderen Ende er öffnet uns sobald der Zug bei ihm in den Bahnhof eingelaufen ist, der vor ca. 5 min an uns vorbei kam. Es dauert nicht lange, da ertönt wieder die Stimme: Achtung aufpassen, die Schranke wir jetzt geöffnet. 🙂

Als wir später in Lauterbach ankommen sehen wir erstaunt, dass die Stadt toll mit bunten Lampions dekoriert ist. Wir gehen gleich in das Touristenzentrum, da wir auf unsere App nichts zum Übernachten gefunden haben. Zwei sehr freundliche Damen, die beeindruckt von unserer Wanderschaft sind, bemühen sich sehr um eine Unterkunft für uns. Bevorzugt wollen wir Zelten, aber nach vielen Anrufen stellt sich heraus, dass ein Campingplatz erst in 17 km verfügbar wäre. Zu weit für heut, nach 29 km. Also landen wir in „Karins Gasthaus“, das von einem sehr freundlichen Asiaten betrieben wird. Wir sind schon auf das Abendessen gespannt: Original deutsche Küche!

Also, dann bis Morgen
Thomas & Elisabeth

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