Schon in der Nacht sehen Frank und Elisabeth auf dem Radar, das bereits angesagte schlechte Wetter. Wir haben Glück direkt über uns glänzen noch die Sterne am nächtlichen Himmel, allerdings sieht man rings um uns her schwere Regengüsse niedergehen.
Thomas und Hubert haben bei der letzten Nachtschicht nicht so viel Glück. Heftiger Regen prasselt auf das Schiff. Einen Vorteil hat es aber dennoch, das Süßwasser wäscht das Salz gut von der Capriole runter.
Wieder frühstücken wir gemeinsam und wie jeden Morgen wird nach der Wettervorhersage und nach der Position unseres Schiffes auf dem Computer geschaut.
Rings um uns her türmen sich Wolken rund um den „Wasserkessel“ auf dem wir segeln auf und es sieht aus als steigt Dampf kurz vor dem Kochen auf, allerdings liegt das Wasser glatt wie ein Spiegel und brodelt keineswegs.
Nach dem Mittagessen: rote Beete Carpacio und gedünstete Paprikastreifen mit viel Kräuter, sowie getoastetes Toastbrot, versuchen alle wieder Schlaf nachzuholen.
Auf der ganzen bisherigen Fahrt haben wir auf Alkohol verzichtet, jetzt stoßen wir allerdings mit einem Gin Tonic an und freuen uns, die letzten 2.000 Meilen angebrochen zu haben.
Kurz darauf müssen wir viele Manöver machen um den Wind richtig zu nutzen, das Schiff knarrt und ächzt und wir schaukeln ganz schön herum der Bug geht bis zu 2-3m auf und ab und es ist schwierig das Gleichgewicht zu halten. Ein Regenbogen belohnt uns für diese Aktion.
Nun wir fürs Abendessen gekocht: aufgetautes Gulasch mit Spiralnudeln, ein Essen, das aufgrund der Schaukelei in einem Topf zubereitet wird.
Die Nacht beginnt sehr schaukelnd.


