Ebenso wie der Mond muss sich die Sonne durch dicke Wolken kämpfen. Es ist schon nach unseren Uhren 8.45 Uhr, allerdings noch die Zeit von Grand Canaria.
Nachdem es sich nachts noch einigermaßen segeln ließ, ist der Wind wieder gänzlich eingeschlafen – wir müssen wieder Motoren – leider.
Dicke, schwere, dunkle Wolken um uns herum regnen sich auf dem Meer aus, über uns sind glücklicherweise keine Wolken – wenigstens hierbei haben wir Glück.
Nach dem Frühstück fängt der Tag schon richtig dramatisch an:“Mann über Bord“! Der Mann ist allerdings eine Geschirrabtropfmatte, aber für uns von „äußerster“ Wichtigkeit, also wird es fachmännisch gerettet und wir haben schon mal eine Rettungsprobe.
Danach wird die Bilge ausgepumpt und nach der Ursache gesucht. Es ist Salzwasser, wenn auch nur wenig.
Heute ist es ein richtig warmer Tag, auch wenn um uns herum die Regenwolken uns folgen – über uns scheint immer die Sonne!
Heute haben wir erfahren, dass bei einem anderen Segler aufgrund eines Ruderbruchs Wasser ins Schiff eingedrungen ist und zwei andere Teilnehmer die Besatzung geborgen hat, das Schiff selbst ist wohl nicht mehr zu retten. Ein Glück, dass die Mannschaft rechtzeitig Hilfe erhalten hat.
Zum Mittagessen gibt es: Pellkartoffel mit Meereswasser gekocht, Salami, hauchzarter Schinken und drei verschiedene Dips, sowie natürlich Butter.
Nach unserem Mittagsschlaf hat uns der Regen eingeholt, dafür können wir zeitweise ganz ordentlich segeln. Es hat dadurch ganz schön abgekühlt und wir genießen Kaffee und Kuchen, während es draußen regnet und alles grau in grau aussieht.
Wir machen gemeinsam ein paar Spiele und merken, dass wir guten wind bekommen, also werden die Segel gesetzt. Bald schon kommen wir uns vor wie Cowboys auf einem bockigen Pferd, wir werden ganz schön durchgeschüttelt.
Zum Abendessen gibt es Fleischküchlein mit Bratkartoffeln und Gurkensalat. Es schmeckt mal wieder hervorragend.


